Magdeburg Südost
Westerhüsen - Salbke - Fermersleben - Buckau
Baugruppen
Neben dem Abriss und der Schaffung neuer Wohnumfeld-Qualitäten geht es im Stadtumbau um die Stärkung der Eigentumsbildung in denkmalgeschützten Altbauten und Stadthäusern in der inneren Stadt.
Dadurch sollen die Abwanderung ins Stadtumland weiter verringert und die Altbauquartiere gestärkt werden. Die durch den Stadtumbau entstehenden neuen (Freiraum-) Qualitäten und die drastisch gesunkenen Bodenpreise sind dafür eine wesentliche Voraussetzung.
Ein wesentliche, Förderung ersetzendes Einsparungspotential liegt in der Art, in der Baugruppenprojekte organisatorisch angegangen werden. Hier erlebt das u.a. aus Tübingen, Freiburg und Berlin bekannte Baugruppenmodell eine Renaissance. Empfohlen wird weitgehende Selsbtorganisation bei gänzlichem Verzicht auf einen Bauträger oder der Reduzierung seiner Aufgaben.
Auswirkungen von Abwanderung ins Umland:
- Die Stadtzentren entvölkern sich weiter.
- Die dort zurückgehende Kaufkraft beschleunigt das Ladensterben.
- Die durch die Segregation entstehende Nutzungsmonotonie führt zum Verlust der Urbanität.
- Der günstigere Baulandpreis wird für eine weitläufigere Bebauung genutzt (Wohnen im Grünen). Dies führt zur weiteren Zersiedelung der Landschaft.
- Die schlechtere Infrastruktur der Peripherie wird in Kauf genommen. Dies führt zu weiten Wegen beim Einkauf, bei Arbeit und Ausbildung.
- Der stetig wachsende Pendlerverkehr belastet die verbliebenen Stadtbewohner erheblich und macht das Leben in der Stadt weiter unattraktiv.
Bereicherung innerstädtische Quartiere durch Baugemeinschaften:
- Die Bauherren sind in der Regel auch die späteren Bewohnerinnen und Bewohner.
- Sie entwickeln im Planungsprozess eine soziale Kompetenz der Nachbarschaft, die gerade in zentralen Bereichen der Städte verloren gegangen ist.
- Bauen in Gemeinschaft ist k o s t e n g ü n s t i g e r und macht das Wohnen in der Stadt für mehr Menschen – gerade auch Familien – erschwinglich.
- Baugemeinschaften erleichtern durch gemeinsame Planung die Nutzungsmischung von Wohnen und Arbeiten: Dies kann Existenzgründungen und Ansiedlungen kleiner und mittlerer Unternehmen in städtischer Umgebung fördern und auch im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit der Projekte vorteilhaft sein.
- Es können lebendige S t a d t quartiere entstehen, die von der Verantwortung ihrer Bewohnerinnen und Bewohner nachhaltig profitieren.
...für selbstgenutztes Wohneigentum
Wer sein Leben lang Miete zahlt, bezahlt damit nur die Eigentumsbildung seines Vermieters. 500 Euro pro Monat sind in 30 Jahren 180.000 Euro. Und im Alter muss die Miete weiter gezahlt werden, auch wenn das Einkommen sinkt. Die Belastung steigt auf fast 40% des Nettoeinkommes. Auch die "Riester-Rente" ist nicht ausreichend, um diese Lücke zu schließen.
Selbstgenutztes Wohneigentum ist dagegen die beste Möglichkeit, Vorsorge für das Alter zu treffen. Wer mit Beginn des 3. Lebensabschnittes nur noch die laufenden Unterhaltskosten für die eigene Wohnung aufbringen muss, kann seinen Lebensstandard in der Regel halten.
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