Hybrid-Netzwerke – Die Zukunft des Internets

Es gibt einen starken Geschäftsvorteil für die Beschleunigung der Konvergenz von Festnetz- und Mobilfunkgeräten im Telco-Bereich.

Trotz der enormen Chancen, die sich den Telekommunikationsbetreibern durch das Aufkommen neuer Premium-Video- und anderer bandbreitenintensiver digitaler Lebensservices bieten, haben viele Dienstanbieter Schwierigkeiten, herauszufinden, wie sie diese Dienste allen Teilnehmern über Infrastrukturen zur Verfügung stellen können, die oft bereits an ihre Grenzen gestoßen sind. Das hybrid internet telekom ist vielseitig. Dies ist insbesondere in den reifen Telekommunikationsmärkten von Bedeutung.

Für viele Telekommunikationsunternehmen könnte es von Vorteil sein, eine hybride Zugangsstrategie zu verfolgen, die bestehende Investitionen in eine Vielzahl von Festnetz- und Mobilfunkinfrastrukturen nutzt, so Jos Delbar, Software-Produktmanager bei

Technicolor’s Connected Home Division.

Netzwerk mit Hybridfunktion

Diese Strategie könnte eine einfachere und kostengünstigere Möglichkeit darstellen, die „letzte Meile“ mit dem Haus des Kunden zu verbinden. Wenn Telekommunikationsunternehmen hybride Zugangsstrategien anwenden, die Festnetz- und Mobilfunktechnologien intelligent kombinieren und aufeinander abstimmen, können die Betreiber einen kostengünstigen Weg finden, um profitable Dienste für mehr Haushalte zu geringeren Kosten bereitzustellen.

Auf der Kostenseite haben die Forscher von Booze & Company geschätzt, dass Carrier bis zu 30 Prozent der Investitionskosten im Vergleich zu den Kosten für den Einsatz einer traditionellen Fiber-to-the-Home (FTTH)-Lösung einsparen könnten, während sie gleichzeitig einer viel breiteren Kundenbasis mehr Geschwindigkeit und Kapazität bieten[1] Um mit einer hybriden Zugangsstrategie erfolgreich zu sein, müssen die Telcos bereit sein, eine radikale Neubewertung der Netzplanung und -ausführung vorzunehmen.

…Premium Video Driving Fixed-Mobile Convergence (Konvergenz zwischen Festnetz und Mobiltelefon)

Premium-Video-Dienste werden immer mehr zu einem Muss für Telekommunikationsanbieter. OTT Live- und Video-on-Demand (VOD)-Dienste werden laut Digital TV Research in diesem Jahr rund 26 Milliarden Dollar und bis 2020 56 Milliarden Dollar generieren.

Dieser starke Trend wurde auf der jüngsten MIPCOM 2015-Konferenz in Cannes deutlich, auf der die Möglichkeiten von OTT, Abo-Video on Demand (SVO) und Streaming-Diensten zur Transformation der Geschäftsmodelle und -strategien der Branche aufgezeigt wurden.

Telekommunikationsunternehmen in reifen Märkten wie Europa verfügen bereits über eine Vielzahl von eingebetteten Infrastrukturen – und sie stehen unter dem Druck, diese Investitionen zu optimieren. Da Carrier in Schwellenländern Generationen von festen Breitbandinfrastrukturen einfach überspringen können, können reife Telekommunikationsunternehmen feststellen, dass sie eine schwierigere Aufgabe bei der Bereitstellung kostengünstiger Dienste der nächsten Generation haben.

Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass die nächsten Jahre eine besonders gute Gelegenheit bieten könnten, die latente Nachfrage nach Breitbanddiensten in Märkten wie Europa zu nutzen.

Da die Kunden ihre Nachfrage nach Breitbandzugängen erhöhen und mehr für Premium-Pakete wie Video ausgeben können, haben sich die Aussichten für die europäische Telekommunikationsdienstleistungsindustrie nach Angaben von Moodys Investors Service von negativ auf stabil geändert.

„Die steigende Nachfrage nach Breitband, die Verbesserung der Konsumkapazität und der Wechsel vom Preiswettbewerb zur Servicequalität, der zu Preiserhöhungen führt, werden die europäischen Telekommunikationsdienstleister dabei unterstützen, 2016 zu einem Umsatzwachstum zurückzukehren“, sagt Moodys-Analyst Carlos Winzer.

„Deshalb liegt ein Hauptaugenmerk vieler Carrier darauf, die Abdeckung bereits bestehender Dienste auf eine breitere Kundenbasis auszudehnen“, sagt Delbar. „Mit der weltweit bestehenden Festnetzinfrastruktur ist die Kapazität nicht immer hoch genug, um bestehende Dienste zu erbringen.“

Das Leistungsversprechen für hybride Zugangsstrategien wurde auf dem jüngsten Treffen der ITU Telecommunications Standardization Sectors (ITU-T) in Budapest deutlich.

Die CTOs von Informations- und Kommunikationstechnologieunternehmen identifizierten die Service-Interoperabilität in festmobilen Hybridumgebungen, vertrauenswürdige Informationsinfrastrukturen und Open-Source-Lösungen als Themen von besonderer strategischer Bedeutung für die Branche bei der Migration in die 5G-Ära.

Der Prozess der Integration von Assets in eine hybride Umgebung – sowohl auf Kunden- als auch auf Netzwerkebene – kann sich jedoch als schwierig erweisen. Delbar weist darauf hin, dass die Telekommunikationsunternehmen ihre bestehenden kundenseitigen Geräte (CPE) im Haus des Kunden – zum Beispiel ein DSL-Gateway – mit einem LTE-Modem erweitern müssen. Je nachdem, welche Geschäftsmodelle Führungskräfte verfolgen wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, dies zu tun. So können Telcos beispielsweise eine Self-Service-Option anbieten und den Abonnenten einfach einen USB-Dongle zur Verfügung stellen, um den Service zu ermöglichen, oder sie können schlüsselfertigere Angebote bereitstellen, indem sie eine Reihe von bereits integrierten Festnetz- und drahtlosen Wide-Area-Netzwerk-Gateways bereitstellen.

…Ein offener Ansatz zur Unterstützung hybrider Zugangstechnologien

Da die Telekommunikationsunternehmen bestrebt sind, die Erwartungen der Breitbandteilnehmer zu übertreffen, ist Technicolor bereit, ihre Geschäftsstrategien flexibel, leistungsstark und kostengünstig zu unterstützen.

„Aus der Sicht von Technicolor als CPE-Anbieter sind wir der Meinung, dass wir eine sehr wichtige Rolle bei der Unterstützung des hyb spielen können.